Dienstag, 16. September 2014

zufallswiedergabe itunes aktivieren - erinnerungen an ♥

(leider nicht in Youtube!)

 Ich laufe um die halbe Welt,
um die zu finden, die mir gefällt
Ich zieh mir auch was Schönes an,
damit ich mit ihr tanzen kann

Wir Tanzen durch die halbe Nacht
und wärn zusammen aufgewacht
Doch dazu kam es leider nicht
Mein Zug fuhr fort im Morgenlicht

Ich brauch ein Foto von dir
Am besten jetzt und hier
Bist du irgendwo da draußen?

Ich schreibe auf, was mir gefällt
Ein Satz für dich, für diese Welt
Ich mag Musik, so weit, so gut
Und nach uns die Sintflut ...

Sonntag, 1. Juli 2012

Ich weiß nicht,

Ich weiß nicht, was ich schreiben soll.
Ich habe soviele Gedanken im Kopf, soviele Gefühle im Herzen, soviele Mahnungen von meinem Gewissen.

Einerseits will ich alles loswerden.
Meinen positiven Gedanken und Gefühle, will sie mit allen teilen, damit jeder etwas davon hat.

Andererseits will ich das alles lieber für mich behalten.
Meine negativen Gedanken und die ganzen Nachteile an allem, die mein Gewissen mir einredet.

Aber eigentlich würde ich einfach gerne beide Seiten nur einem einzigen Menschen erzählen und es würde mir genügen. Aber gerade gehts nicht. Einfach weil sich alle Seiten gegenseitig ausschließen. Scheiße.

Kennt ihr das,

Kennt ihr das, wenn ihr in der S-Bahn, U-Bahn, Trambahn im Bus oder an jedem anderen öffentlichen Ort steht / sitzt und ihr angeschaut werdet? Ich detailliere es mal: wenn euch alte Leute anschauen? Der Blick: spöttisch, abschätzend, freundlich, sympathisch? Ich gehöre zu denen, die ganz ungeniert zurückstarren. Solange, bis der andere den Blick abwendet. Wunderbar wenn, derjenige mehr abwertend als freundlich sieht. Einfach zurückstarren. Am besten noch eine Weile weiterstarren - der Blick, wenn man sie ertappt, wie sie wieder schauen - göttlich! Aber fast genauso unbezahlbar, wenn sie anfangen, ganz unruhig rumzurutschen, in der Tasche wühlen oder angestrengt aus dem Fenster sehen.

Auf dem Weg zur Arbeit, ich saß in der S-Bahn. Mir gegenüber ein älteres Ehepaar. Einiges an Gepäck dabei.
Der Herr: Glatze, etwas abstehende Ohren. Brille auf der Nase, Sonnenbrille in die nicht vorhandenen Haare geschoben. Gesichtsausdruck: durchgehend motzig.
Die Dame daneben: eine merkwürdige Sonnenbrille? Vielleicht war es auch eine normale, die Gläser waren in einem komischen Orange eingefärbt. Merkwürdige Form, zwischen ovalem Kreis und querliegenden Dreiecken. Gesichtausdruck: absolut abwertend.

Die Blicken galten nicht mir bzw. wahrscheinlich u.a., aber allgemein wurde jeder unter 25 jährige Fahrgast mit einem abwertenden Blick, Nase rümpfen und hochgezogener Augenbraue empfangen. Ja ja, die Jugend von heute.
Julie: Ohren zugestöpselt, allerdings Musik auf Pause. Wollen doch mal hören, was die alten Leutchen diesmal für Probleme mit der heutigen Generation haben. Was passiert? Er kritzelt etwas auf einem Block und zeigt ihn ihr. Sie liest und nickt, murmelt irgendwas. Er macht so eine wegwerfende Handbewegung. Er schreibt wieder etwas auf, nach dem er einen Jungen abfällig betrachtet hat. Sie wieder zustimmend, er wieder: diese wegwerfende Handbewegung.
Und das geht nun 20 Minuten so weiter.

Ich musste mir das Lachen verkneifen. Das Ganze war so absurd. Er hat wirkliche jede Minute diese Handbewegung gemacht, sie hat sich nicht getraut etwas laut zu sagen, allerdings haben ihre Blicke genügend ausgedrückt. Als würde wir über sie herfallen, schließlich haben wir Kids von heute alle Waffen dabei. Und wenn wir jemanden anschauen und auch nur mit dem Blick über eine Tasche schweifen - gut festhalten, sonst ist sie weg!

Ich mag alte Leute. Vorallem wenn sie mit einem freundlichen Gesicht, glücklich und zufrieden durch die Welt gehen. Ich stehe in Bahn & Co für sie auf, aber diese Verbitterung - ne, wirklich nicht.

Ja, ich beobachte gerne Menschen. Überlege was sie gerade denken, wo sie mit ihren Gedanken sind. Und was sie für Musik hören. Wohin sie unterwegs sind. Und und und.

Samstag, 30. Juni 2012

Ich hab mich heute ziemlich am Knie verletzt,

Ich hab mich heute ziemlich am Knie verletzt, als ich mich aus einem Badeweiher gehieft habe (riesige Steine am Rand, hab mich recht geschnitten). Jedenfalls renne ich mit einem riesigen Pflaster am Knie rum.

Mein Neffe, etwas über 2 - er hasst Pflaster. Wenn er sich weh tut, wehrt er sich mit allen Kräften gegen ein Pflaster. Wenn man es doch schafft, reißt er sich's sofort wieder runter. Irgendwie sieht er das Pflaster quasi als Schmerzensquelle an.

Kinder denken sehr interessant finde ich. Trotzdem versuche ich ihm gerade beizubringen, dass Pflaster kein bisschen böse, sondern gut sind. Er hingegen rennt seit einer ganzen Weile hintermir her und versucht mir das "böse Ding" abzureißen.

Mittwoch, 3. August 2011

S-Bahn.

S-Bahn. Mir gegenüber sitzt eine junge Frau. 24 Jahre vielleicht. Sie trägt einen komischen, altmodisch geblümten Rock (aber nicht so wie man ihn jetzt im Laden kaufen kann, sondern wirklich alt), der die Knie berührt, alte No-Name Sneakers dazu, rosa-weiße Socken schauen raus. Einen moosgrünen Samtblazer, der zwar altbacken wirkt, aber eigentlich ganz hübsch aussieht. Und ein schwarzes Shirt. Ansich passt alles irgendwie nicht so ganz zusammen und eigentlich sieht sie, ganz hart gesagt, wie ein typischer Charakter aus einem Teeniebuch aus: die (Klischee-)Außenseiterin. Unterschiedlichste Kleidungsstile komplett wirr durcheinander 'kombiniert'. Die Haare ohne Schnitt, ca. schulterlang mit Mittelscheitel, die Farbe ein Gemisch aus rot-orange und schlamm. Ihr Gesicht zeichnet keine wirklichen Besonderheiten aus.

Doch dann entdecke ich eine Gemeinsamkeit und sie ähnelt mir somit mehr als ich erst dachte.
Sie liest ein Buch - leider konnte ich wieder nicht entdecken, welchen Titel es trägt, aber das ist vielleicht auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass man die komplette Geschichte in ihrem Gesicht ablesen konnte. Und das hat sie mit mir gemeinsam. Sie war so dermaßen von der Geschichte gefesselt - sie biss sich auf die Unterlippe, die Augen flogen schneller über die Zeilen. Die Spannung der Geschichte spiegelte sich in ihren Augen. Später grinste sie etwas. Dann immer mehr. Bis man ihre ganze Zahnreihe sehen konnte. Und die Augen strahlten. Und das mache ich auch. Ich lache auch mal total los, egal ob ich alleine Zuhause bin oder in der überfüllten S-Bahn. Wenn mich etwas berührt, dann kann ich es nicht verbergen - und will es auch garnicht.

Und so habe sie doch gefunden - die Besonderheit in ihrem Gesicht, die ich anfangs vergeblich gesucht habe. So unverwechselbare Kleinigkeiten, die jemanden wirklich schön machen. Ihre wunderschön für sich sprechende Mimik.

Und eigentlich wollte ich diese kleine Beobachtung hiermit abschließen, aber ich kann diesen wichtigen Teil oben nicht mit einbringen, will ihn aber unbedingt noch loswerden:
Als sie aufsteht, um auszusteigen - nichts von dem unscheinbaren Wesen, wie ich sie vorher eingeschätzt habe. Nein, mit geradem Rücken und richtig mit Ausstrahlung. Und vorallem mit Selbstsicherheit - sie trägt ihre Kleidung mit soviel Selbstbewusstsein, dass ich sofort weiß, dass sie sie so trägt, weil sie diese bewusst so zusammen angezogen hat - und absolut nichts in der oben genannten Schublade zusuchen hat.

Mittwoch, 27. April 2011

Es gibt Dinge,

Es gibt Dinge, die man nicht versteht. Es gibt Momente, in denen dir alles egal ist. Es gibt Worte, die dich verletzen. Es gibt Träume, die man nicht vergessen kann. Es gibt Lieder, die man nicht hören will. Und es gibt Orte, an denen man sich an alles erinnert. Es gibt Menschen, die man sehr vermisst. Erinnerungen, die einem das Herz brechen und Gefühle die man nicht steuern kann. Tränen, welche unweigerlich kommen. Augenblicke, die dir nie wieder aus dem Kopf gehen. Einiges, was man vielleicht hätte besser machen können und Tage an denen man nicht weiter weiß. Es gibt Stunden, in denen man sich alleine fühlt. Minuten in denen man begreift, was einem wirklich fehlt. Und Sekunden, in denen man verzweifelt ist.

Es wird immer Momente im Leben geben, da hört die Erde für einen Moment auf, sich zu drehen. Aber wenn sie sich dann wieder dreht, wird nichts mehr wie vorher sein.

Mittwoch, 6. April 2011

S-Bahn.

S-Bahn. Zwei Männer, eine Frau steigen in meinem Abteil kurz nach mir ein. Alle drei zwischen 40 und 50. Einer sitzt links neben mir, die anderen beiden mir gegenüber. Eigentlich beachte ich sie die meiste Zeit garnicht, was mir aber auffällt ist mein Gegenüber: Ein Mann, der immer mal wieder ein richtig fettes, alle-Zähne-inklusive-Zahnfleisch-zeigen-Grinsen, auflegt.

Später steht sie auf. Haucht ihrem Nebenmann einen Kuss auf die Lippen. Ganz zart, ganz vorsichtig, fast ohne Berührung. Vielleicht 3 Sekunden, wenn überhaupt. Als er wieder die Augen aufschlägt, strahlen diese. Während sie an der Tür steht und wartet, dass das rote Knöpfchen endlich grün leuchtet, klebt sein blick an ihr. Verzaubert, fasziniert. Als sie aussteigt, kann er sich endlich von ihr losreißen.

Und dann ist es wieder da. Dieses fette Grinsen. Aber dieses Mal auch in den Augen.

Montag, 4. April 2011

U-Bahn.

U-Bahn. Ein Mädchen, 18 oder 19 Jahre. Blonde haare, leicht zerzaust vom Regen. Lederjacke, Chucks, Ringelshirt. MP3-Player an, weiß-türkise Ohrstöpsel in den Ohren. Große Augen. Nachdenklicher, schwer definierbarer Blick. Einen unklaren Punkt fixiert. Nach einem Geräusch blickt sie hastig auf - irritiert. Und versinkt wieder in ihren Gedanken. Im Lied, dass sie gerade hört.

You're always there, you're everywhere.
But right now I wish you were here.

Mittwoch, 30. März 2011

die kleinen merk-würdigkeiten.

S-Bahn. Ein Mann, vielleicht 40, sitzt mir gegenüber. Recht seriös angezogen, Anzug (allerdings mit einem etwas lässigerem Sacko dazu), aber doch recht schick. Aktentasche unterm Arm. Am linken Handgelenk eine dicke, goldene Rolex.

Am rechten Handgelenk: ein geflochtenes, schon recht zerschlissenes Freundschaftsband.

Freitag, 18. Februar 2011

S-Bahn Geschichte.

S-Bahn Geschichte. Mir gegenüber sitzt ein älteres Ehepaar. Vom Alter her vielleicht so um die 70, aber genau kann ich es nicht sagen. Weil sie einfach so jung wirken. Sie halten Händchen und sehen einfach wahnsinnig glücklich aus. Als ich mich dazu gesetzt habe, hat mir die Dame direkt ein wunderschönes, warmes Lächeln geschenkt. Unterstrichen von großen, strahlenden Kulleraugen. Und dann hat sie ihren Mann angesehen. Und er sie. Und man hat es sehen und spüren können - ihr Glück.

100 Fragen habe ich im Kopf. Wie lange kennen sie sich? Wie lange davon sind sie ineinander verliebt? Sind sie überhaupt verheiratet? Wie haben sie sich überhaupt kennengelernt? Und, und, und ...